Was sind eigentlich Isocyanate?
Isocyanate sind neben Polyolen und Polyaminen die Hauptausgangsprodukte der Polyurethane.
Je nach Zusammenstellung dieser Ausgangsstoffe finden sie Anwendung in z.B. Schäumen, Lacken, Dichtmassen, Klebestoffen, Polstern, Bodenbelägen usw.
Isocyanate sind äußerst reaktiv und bewirken somit eine sehr schnelle Ausreaktion zum Endprodukt, zum Beispiel eine zügige Aushärtung des Dichtstoffes.
Durch den Kontakt und Aufnahme über die Haut und Atmung können Isocyanate irreparabele Zellschäden hervorrufen. Diese Gesundheitsrisiken, die durch organische Lösemittel und Isocyanate hervorgerufen werden, sind den meisten Verarbeitern nicht bekannt, so rufen sie
Schleimhautschädigungen,
Geschmacksstörungen,
Mundgeruch,
Gelbsucht, akutes Leberversagen,
Nierenentzündung,
Nervenreizung,
vermindertes Gefühl,
Gehirnschwund,
Hautekzeme,
Herzrythmusstörungen,
Leukämie,
Fehlgeburten und Missbildungen hervor.
Nicht ohne Grund wird es bei Betriebsanweisungen für Gefahrenstoffe als sehr GIFTIG und Umweltgefährdend deklariert.
Bei der Verarbeitung von Produkten, die Isocyanate enthalten, ist es aus diesem Grund unumgänglich geeignete Schutzkleidung ( Haut- und Augenschutz, bei Aerosolen zusätzlich ein Atemschutz) zu tragen und kontaminierte Kleidung sofort zu wechseln. Auf gar keinen Fall an der Verarbeitungsstelle Essen zu sich zu nehmen.
Quellen: Universität Mainz - Umweltanalytischer Dienst)